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Ein Testament ist nicht nur etwas für alte Leute…

…sondern abhängig von der persönlichen Lebenssituation. Gerade für Paare ohne Trauschein, Patchwork-Familien, Geschiedene, Eltern eines behinderten Kindes, aber auch für die ganz normale Familie mit (z. B. minderjährigen) Kindern sollte ein Testament bei den „Do´s“ und nicht bei den „Dont´s“ stehen.

Zwar regelt das Gesetz im Detail, wie Vermögen vererbt wird. Wer jedoch andere Vorstellungen hat – insbesondere aufgrund seiner persönlichen Lebenssituation – sollte ein Testament verfassen und es sicher aufbewahren.

Sie wollen Hinterbliebene absichern, oder eines Ihrer Kinder besonders bedenken? Sie wollen, dass Ihr Vermögen oder ein Teil davon nach Ihrem Tod an eine Stiftung geht? Das weicht von der gesetzlichen Erbfolge ab und erfordert eine sogenannte gewillkürte Erbfolge, geregelt in einem Testament.

Liegt kein Testament vor und wurde kein Erbvertrag geschlossen, tritt automatisch die gesetzliche Erbfolge in Kraft. Damit erben zunächst der Ehegatte und die leiblichen Kinder. Beispiel: Sie haben einen Ehepartner (in Zugewinngemeinschaft) und zwei gemeinsame Kinder. Dann erben der Ehegatte und die Kinder jeweils eine Hälfte, jedes Kind damit ein Viertel. Allerdings in einer sogenannten Erbengemeinschaft. Das heißt, jedem gehört von allem etwas und Entscheidungen können nur gemeinschaftlich getroffen werden. Aus diesem Grund ist eine Erbengemeinschaft auch häufig eine Streitgemeinschaft. Stattdessen können Sie aber auch verfügen, dass Ihr Ehegatte Alleinerbe ist. Die Kinder haben dann allerdings einen Pflichtteilsanspruch in Höhe der Hälfte ihres gesetzlichen Erbteils.

Ein Testament muss, damit es wirksam ist, vollständig mit der eigenen Hand ge- und unterschrieben sein. Liegen mehrere Testamente vor, ist das letzte gültig. Daher sind ein Datum und eine Ortsangabe sinnvoll. Sie können aber auch ein notarielles Testament machen. Der Notar verlangt dafür Gebühren, die sich nach dem Wert Ihres Vermögens richten.

Bewahren Sie Ihr Testament so auf, dass man es im Unglücksfall findet. Geben Sie es einer Vertrauensperson, beispielsweise dem Alleinerben. Es bei jemandem aufzubewahren, der durch Ihr Testament schlechtergestellt wird, ist nicht zu empfehlen. Denn er könnte das Dokument verschwinden lassen und sich so einen höheren Anteil am Erbe sichern. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, können Sie Ihren Letzten Willen amtlich, das heißt beim Nachlassgericht, gegen Gebühr verwahren lassen. Das notarielle Testament ist automatisch in der amtlichen Verwahrung und im Testamentsregister.

Wie eingangs erwähnt: Heirat, Scheidung oder Patchwork-Familie, wechselnde Lebensumstände erfordern meistens die Anpassung eines Testaments. Bedenken Sie jedoch, dass Streichungen oder Ergänzungen zu Streit unter den Erben führen können. Sicherheitshalber sollten Sie alle Änderungen mit Datum und Unterschrift kennzeichnen. Manchmal kann es besser sein, gleich ein neues Testament zu erstellen und das alte zu vernichten.

Wenn Sie ein größeres Vermögen weiterzugeben haben oder Details genau geregelt wissen wollen, fragen Sie einen Fachmann wie einen Rechtsanwalt oder Notar.  Eine Planung der wirtschaftlichen Auswirkungen Ihrer Vermögensnachfolge, das sogenannte Estate Planning, kann im Vorfeld eine sinnvolle Entscheidungshilfe sein. CFEP®-Zertifikatsträger (www.fpsb.de) erfüllen hierbei eine wichtige Funktion, weil sie als Berater die Schnittstelle zwischen dem Vermögensinhaber als Erblasser und den Erben einerseits und potenziellen weiteren Beratern der Kunden, beispielsweise Steuerberatern oder Rechtsanwälten, bilden.

Im Sparkassenshop (www.sparkassen-shop.de) finden Sie eine kompakte und leicht verständliche Broschüre zum Thema „Erben und Vererben“. Sie können sie für 3,40 Euro bestellen, entweder als Download oder als gedrucktes Exemplar (zuzüglich Versandkosten).

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