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Bausparen ist langweilig. Oder doch einfach nur clever?

Was ist eigentlich Bausparen? Das Prinzip ist ganz einfach. Als Bausparer ist man Teil einer Interessensgemeinschaft.

Angenommen zehn Bauwillige ohne Eigenkapital wollen ein Haus bauen. Jeder kann pro Jahr ein Zehntel der Kaufsumme für das Haus aufbringen. Schließen sich die Zehn zusammen und bringen ihr Erspartes in einen gemeinsamen Topf, so kann der erste bereits nach einem Jahr anfangen zu bauen. Ansonsten könnte jeder erst nach Ablauf von zehn Jahren mit dem Bauen beginnen.

Die Idee des Bausparens gibt es bereits seit 1775, als in England die erste Bausparkasse der Welt gegründet wurde. In Deutschland erfolgte der Durchbruch des Bauspargedankens zwischen 1924 und 1929. Die Gründe waren Wohnungsnot und Geldknappheit der Menschen nach dem 1. Weltkrieg.

 Bausparen, aber wie?

Zuerst legen Sie fest, wie viel Geld Sie insgesamt für Ihre Immobilie benötigen. Dies ist die Bausparsumme, die sich später aus dem Bausparguthaben (eigener ersparter Anteil) und dem Bauspardarlehen (Kreditanteil) zusammensetzt.

 Ein Bausparvertrag besteht also aus 2 Phasen:

 àAnsparphase: Zunächst zahlen Sie regelmäßig oder unregelmäßig auf Ihr Bausparkonto ein, um Startkapital für später aufzubauen. Bleibt am Ende des Monats mal Geld übrig, sind Sonderzahlungen möglich. Auch vermögenswirksame Leistungen vom Arbeitgeber können Sie hier ansparen. Auf dieses Bausparguthaben erhalten Sie Zinsen.

 àAuszahlungsphase: Je nach Tarif und Sparleistungen erfolgt nach einigen Jahren die Zuteilung. Sie bekommen dann Ihr Gespartes inklusive Zinsen zurück. Und für den verbleibenden Rest bis zur festgelegten Bausparsumme können Sie ein zinsgünstiges Darlehen in Anspruch nehmen. Zum Bauen, Kaufen oder Modernisieren…je nachdem.

 Auch wenn Sie jetzt noch lieber zur Miete wohnen. Das mit dem Eigenheim kommt schon noch! Clever, wer sich daher frühzeitig um eine günstige Finanzierung Gedanken macht.

  

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Kommentare


PatrWink schreibt am 15.05.2017 um 16:35 Uhr:

Ist diese Bausparsumme denn dann eigentlich zweckgebunden? Muss ich da direkt ein Haus oder eine Wohnung kaufen? Oder beim Stahlhandel ein paar Stahlträger zur Dachabstützung kaufen? Oder kann ich da auch etwa so etwas wie einen Kredit für eine Auto aufnehmen?

Antwort von ikappler am 01.06.2017 um 15:18 Uhr:

Lieber Patrick,

das Darlehen der Baussparverträge kann ausschließlich für wohnwirtschaftliche Zwecke genutzt werden und ist somit zweckgebunden.

Gruß, Ivana