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Goldpreis wieder im Aufwind

Nachdem das vergangene Jahr für den Goldpreis das erste Verlustjahr seit mehr als zehn Jahren war, konnte er sich zuletzt allen Unkenrufen zum Trotz kontinuierlich festigen. Eine Unze notiert inzwischen mit 1.310 US-Dollar mehr als fünf Prozent höher als zum Jahresbeginn.

Nachdem die Währungen Argentiniens und der Türkei aufgrund politischer Probleme stark an Wert verloren haben, wuchsen die Befürchtungen vor einer erneuten großen Finanzkrise stark an. Auch die weiterhin unklare politische Situation in der Ukraine, wo teilweise Regierungsgebäude von der Opposition besetzt worden sind, hat dem Goldpreis neue Impulse verliehen.

Spannungen im Währungssystem und politische Verwerfungen bildeten schon seit jeher einen Nährboden für einen steigenden Goldpreis. Die bereits eingeleitete, allmähliche Beendigung der Anleiheankäufe durch die amerikanische Notenbank spricht andererseits  für wieder nachgebende Goldnotierungen. Die daraus resultierende Liquiditätsverknappung könnte eine Zinssteigerung an den Anleihemärkten nach sich ziehen. Gold als zinsloses Anlageinstrument würde dann an Attraktivität verlieren.

Auf der Verkäuferseite stehen seit Wochen vor allem institutionelle Investoren wie beispielsweise Hedgefonds. So sind die Goldbestände des weltweit größten Fonds „SPDR Gold Trust“ beispielsweise auf das niedrigste Niveau seit Anfang 2009 gesunken. Kurzfristig überlagert wird diese Tendenz aber durch Entwicklungen in Asien. Die Schmucknachfrage im asiatischen Wirtschaftsraum hat im Vorfeld des chinesischen Neujahrsfestes am 30. Januar zugelegt. Dementsprechend haben die gehandelten Umsätze an der Shanghai Gold Exchange inzwischen das höchste Niveau seit acht Monaten erreicht.

Die Importbeschränkungen für Gold, die Indien im abgelaufenen Kalenderjahr verhängt hatte, werden von der Regierung des Subkontinents zum Ende des laufenden Fiskaljahres Ende März überprüft. Dieser Hinweis des indischen Finanzministeriums kann im Zusammenhang mit der sich stabilisierenden Rupie als Zeichen dafür interpretiert werden, dass sich das Leistungsbilanzdefizit des Staates inzwischen verringert hat.

Zusammenfassend bleiben Experten bei der Einschätzung, dass das Kalenderjahr 2014 für den Goldpreis kein besonders positives Jahr werden wird. Viele negative Entwicklungen sind inzwischen aber im aktuellen Goldpreis bereits enthalten, so dass sich der Kurssturz des Jahres 2013 in diesem Jahr nicht wiederholen sollte.

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