„Endlich Sparkassenfachwirt“ – Ein Erfahrungsbericht

von Martin Wolf am in Karriere. 3 Kommentare

Nun ist es nach fast eineinhalb Jahren so weit und ich darf mich Sparkassenfachwirt nennen. Der Weg dorthin war gar nicht so leicht.  

Der Anfang war am schwersten!

Ich werde dieses Gefühl nie vergessen, als ich den ersten Teil der Unterlagen für mein Selbststudium ausgedruckt vor mir liegen hatte. Ich würde so vielfältige Themen wie Steuern, Wertpapier- und Kreditgeschäft und vieles mehr bearbeiten müssen. Jedes Skript hatte etwa 200 Seiten und ich würde dies alles zusätzlich zu meinem Job lernen müssen. So kam es, dass ich den Beginn des „Lernens“  immer einen Tag weiter nach hinten verlegte.  Bevor ich mich versah, war ein ganzer Monat vergangen und ich hatte noch gar nichts für mein Studium getan.

Dann trat bei mir die nächste Phase ein … Nennen wir sie „Panik“.  „Wenn du jetzt nicht anfängst schaffst du das nie!“ sagte mir mein Gewissen. Irgendwann zwang ich mich einfach, anzufangen. Und von da an lief es eigentlich wie von selbst.

Beim zweiten Teil des Selbststudiums war ich routinierter. Ich wusste ungefähr, was auf mich zukommt, wie die Klausur aufgebaut ist und wie ich meinen Alltag bestreiten musste, um den Stoff neben dem Beruf zu gut zu verarbeiten. So schaffte ich die für mich schwierigste Hürde – das „Alleine Lernen“ – und der Grundstock für die Sparkassenakademie war gelegt.  

Neue Leute kennenlernen!

Sechs Monate nach erfolgreich bestandenen Prüfungen ging es dann für mich nach Landshut an die Sparkassenakademie. Meine Gefühle waren gemischt. Denn ich wusste, dass ich vier Wochen lang mein geliebtes München verlassen und ohne meine Freunde und mein gewohntes Umfeld klar kommen musste. „Wer wartet da auf mich? Wie bin ich untergebracht? Was kommt auf mich zu?“ und „Was ist, wenn es mir nicht gefällt?“ – Diese Fragen beschäftigten mich und mit jedem Tag näher am Abreisedatum wurde ich ein klein wenig nervöser.

Dann war der Tag der Abreise da und ich dachte mir, dass ich da nun einfach durchmüsse. Angekommen in der Akademie prasselten viele Eindrücke auf mich ein. Ein riesiger Komplex mit langen Gängen, großzügig und offen gestaltet, mitten in einer weiten Landschaft umringt von Wald. Und viele andere Leute, die ihre Koffer schleppten und denselben ungewissen Gesichtsausdruck hatten wie ich. Die erste Nacht war kurz und ich war gespannt auf das, was mich erwartet.

Der erste Tag nahm viel Druck von mir, denn wie nicht anders zu erwarten, ging es den anderen Teilnehmern ganz ähnlich. Erste Kontakte wurden schnell geknüpft und ich begann, mich wohlzufühlen.

Auf ein Neues!

Der zweite Tag startete direkt mit Fachunterricht. Wir hatten erfahrene Referenten, die die verschiedenen Themenbereiche sehr gut mit uns erarbeiteten. Außerdem war der Austausch mit den Klassenkameraden und das gemeinsame Lernen für mich angenehmer als das Selbststudium.  Die meisten Themen wurden an einem Tag bearbeitet, bei sehr umfangreichen Themenkomplexen waren auch manchmal zwei Tage vorgesehen.

Freizeit muss sein!

Neben der positiven Lernatmosphäre hat die Sparkassenakademie aber noch viel mehr zu bieten! Neben einem Beachvolleyballplatz gibt es ein Schwimmbad, einen Tennisplatz, einen Fußballplatz, eine Allzwecksporthalle, Kicker, Billard und vieles mehr. Das Konzept  der Akademie geht hier voll auf! Neben all dem Lernstress konnte ich auch für einen positiven Freizeitausgleich sorgen.

Fordere dich selbst heraus!

Die Akademie ermöglicht den Absolventen der Lehrgänge auch, ihre rhetorischen und persönlichen Fähigkeiten auszubauen. So durfte ich beispielsweise meine Rednerqualitäten vor einem großen Publikum ausprobieren. Ich ergriff also meine Chance und hielt in der Aularede vor meinen Kollegen und Referenten einen Vortrag über das Thema Motivation. 

Mehr als die Halbzeit geschafft!

Insgesamt waren diese wirklich tollen und aufregenden vier Wochen wesentlich schneller vorbei als erwartet. Ich hatte in Landshut eine weitere Klausur und eine mündliche Prüfung geschafft und konnte mich jetzt auf den Abschluss des Lehrgangs vorbereiten.

Endspurt!

Nach sechs Monaten Pause ging es dann wieder im Februar für mich zurück nach Landshut. Kein Gefühl von Ungewissheit und Abneigung mehr, ganz im Gegenteil: Ich freute mich darauf, meine Kollegen wiederzusehen.

Mittlerweile war es schon Routine, wieder ins Klassenzimmer zu kommen und zu lernen. Der Ablauf war bekannt  und ich hatte die innere Sicherheit, das Ganze schaffen zu können. Nach weiteren vier Wochen hatte ich meinen Abschluss dann endlich in der Tasche.

Wenn ich auf diese Zeit zurückblicke, hat sie mich nicht nur beruflich weiter gebracht, sondern auch persönlich. Ich bereue es heute zu keinem Zeitpunkt mehr, meinen inneren Schweinehund überwunden zu haben und jetzt Fachwirt zu sein!

Mit einem tollen Arbeitgeber und der richtigen Einstellung kann beruflich Vieles erreicht werden! Das ist die wichtigste Erkenntnis, die ich aus dieser Zeit mitnehme!

 

„Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung, keine Bildung.“
(Max Planck)

 Mehr Informationen zur Sparkassenakademie findet ihr hier.



3 Kommentare

Didi sagt am 27. März 2014 um 22:16 Uhr

Kann man als Sparkassenfachwirt nur bei einer Sparkasse arbeiten oder gilt der Abschluss auch für andere Banken?

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    Ivana Kappler sagt am 28. März 2014 um 15:45 Uhr

    Hallo Pooq, der Studiengang Sparkassenfachwirt/-in für Kundenberatung (KBL) ist die Basisqualifikation der bayerischen Sparkassen für den Vertrieb. Der Studiengang qualifiziert Sie umfassend für Ihre Beratungs- und Verkaufspraxis und vermittelt Ihnen auch Freude am Verkaufen. Dieser ermöglicht es Ihnen sich fachlich, methodisch und persönlich weiterzubilden. Die ausgezeichnet aufeinander abgestimmten Studienelemente garantieren Ihnen einen sehr effizienten Studienverlauf. Mit dem Abschluss Sparkassenfachwirt/-in für Kundenberatung (KBL) erwerben Sie einen in der Bankenlandschaft hoch anerkannten und in der Breite akzeptierten Titel. Mit diesem Abschluss legen Sie die Basis für Ihre berufliche Weiterentwicklung. Natürlich können Sie mit einem abgeschlossenen Sparkassenfachwirt bei anderen Banken arbeiten, die Akzeptanz dieses Titels sollten Sie jedoch im Vorfeld abgeklären. Beste Grüße, Ivana Kappler

    Antworten

Didi sagt am 28. März 2014 um 23:28 Uhr

Danke für die rasche Antwort :-)

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