Jedes zweite Kind in Deutschland bessert sein Taschengeld auf

von Christian Hanss am in Freizeit, Home, Karriere. Kommentieren

9 bis 14-Jährige bekommen in Deutschland durchschnittlich 20,40 Euro Taschengeld im Monat. Die Hälfte der vom LBS-Kinderbarometer repräsentativ befragten Kinder gab an, sich außerdem noch etwas dazuzuverdienen. Dieser Anteil ist allerdings in den letzten vier Jahren um elf Prozent gesunken. Es ist zu beobachten, dass vor allem jüngere Kinder der Klassenstufen vier bis sechs ihr Taschengeld gerne aufbessern.

 
Erwartungsgemäß steigen die „Einkünfte“ der Kinder mit dem Alter. Viertklässler erhalten demnach im Schnitt monatlich 14,13 Euro Taschengeld, Fünftklässler 18,59 Euro, Sechstklässler 22,24 Euro und Siebtklässler 26,16 Euro. „Dies entspricht durchschnittlich 20,40 Euro im Monat und damit fast 3 Euro oder 15 Prozent mehr als vor 5 Jahren. Damals hatten gut 60 Prozent der Kinder zumindest „ab und zu“ das Taschengeld zusätzlich aufgebessert, jetzt sind es noch 50 Prozent.
Beliebte Nebenjobs sind nach Erkenntnissen des Kinderbarometers vor allem Tätigkeiten im Haushalt, Rasenmähen, Blumengießen, Autowaschen oder Babysitten. Auch Belohnungen für gute Noten führen die Kinder als Hinzuverdienst an. Aushilfsjobs außerhalb des Familien- und Verwandtenkreises sind oft Zeitungen austragen oder Prospekte verteilen. Dabei ist natürlich das Jugendarbeitsschutzgesetz zu beachten, mahnt der Deutsche Kinderschutzbund.
Aktuell wurden die Kinder auch nach der Motivation für den Nebenjob gefragt, Mehrfachnennungen waren erlaubt. Zwei Drittel wollen sich davon etwas leisten, die Hälfte hat einfach Spaß an der Arbeit und knapp 30 Prozent freuen sich über das Lob der Eltern. Für rund 20 Prozent liegt der Anreiz darin, etwas dabei zu lernen und 13 Prozent fühlen sich durch den Zuverdienst erwachsener. Drei Prozent brauchen das Geld, um Schulden abzutragen.
Immerhin neun Prozent der Kinder brauchen Geld, weil sie von ihren Eltern gar kein Taschengeld bekommen. Am häufigsten ist das in Thüringen (19 Prozent), Schleswig-Holstein (15 Prozent), Sachsen-Anhalt (11 Prozent) und Bayern (11 Prozent) der Fall. Brandenburg (7 Prozent), Berlin (5 Prozent) und Hamburg (0 Prozent) liegen am Ende der Skala, die übrigen Länder mit 8 bis 10 Prozent im Mittelfeld.

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