Schon gewusst? – So könnt Ihr Geschäftsessen von der Steuer absetzen

von Maria Hettler am in Finanz-Tipps, Home. Kommentieren

Ein Essen mit Geschäftspartnern ist ein bewährtes Mittel, Kontakte zu pflegen oder neue Geschäfte einzugehen. Doch wer seine Ausgaben für Geschäftsessen von der Steuer absetzen möchte, muss strenge Formvorschriften einhalten. Hier erfahrt Ihr auf was zu beachten ist.

 

Das Finanzamt lässt den Steuerabzug von 70 Prozent der Bewirtungsausgaben (inklusive Trinkgeld) als Betriebsausgabe zu. Außerdem profitieren auch Unternehmer und Freiberufler vom 100-prozentigen Vorsteuerabzug. Um an Euer Geld zu kommen müsst Ihr jedoch einige Hürden nehmen.

So füllt Ihr Euren Antrag richtig aus:

 

Pflichtangaben auf einem Bewirtungsbeleg

  • Name und Anschrift des Lokals
  • Tag der Bewirtung
  • Ab einem Gesamtbetrag von mehr als 150 Euro inkl. MwSt. zusätzlich der Name des Bewirtenden
  • Teilnehmer (inklusive der bewirtenden Person)
  • Konkreter Anlass der Bewirtung (also nicht nur: „Arbeitsessen“)
  • Art und Umfang der Bewirtungsleistungen (pauschale Angaben wie „Speisen und Getränke“ genügen nicht) sowie die dafür gezahlten Preise
  • Mehrwertsteuer-Betrag, der auf das Entgelt entfällt
  • Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Rechnungsausstellers (also des Lokals)
  • Fortlaufende, vom Rechnungsaussteller vergebene Rechnungsnummer

 

 

Weitere nützliche Tipps:

  • Wichtig: Dokumentiert die Bewirtungsaufwendungen immer vollständig und möglichst zeitnah.
  • Achtung: Bei lückenhaften Angaben kann der Fiskus den Abzug sogar komplett verweigern.
  • Tückisch: Viele Restaurants drucken ihre Rechnungen auf Thermopapier. Dieses Material bleicht allerdings im Lauf der Zeit aus. Kopiert diese Belege deshalb gleich nach Eingang auf Normalpapier – so kann der Betriebsprüfer sie auch nach Jahren noch lesen.
  • Beachte: Den Namen der bewirtenden Person darf nur der Gaststätteninhaber bzw. einer seiner Mitarbeiter auf der Rechnung vermerken und nicht der Bewirtende selbst (Entscheidung des Bundesfinanzhofs, Az.: X R 57/09).

 

Also keine Angst vor dem Aufwand, der mit der Übernahme für die Kosten Eures Geschäftsessens verbunden ist – wenn ihr diese Hinweisen beachtet, klappt der nächste Antrag sicher schnell.

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