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Female Finance Night – Frauen machen Finanzen

eingestellt von Ivana Kappler am 13. November 2018

Am 6. November 2018 fand die Female Finance Night in Berlin statt. Bei der Veranstaltung des Online-Magazins „Edition F“ und der Sparkassen-Finanzgruppe hielten vier erfolgreiche Frauen Vorträge über das Thema „Finanzielle Unabhängigkeit“.  Bei Einkommen, Ersparnissen und der Geldanlage sind Frauen gesellschaftlich benachteiligt. Die drohende Rentenlücke veranlasst viele dazu, etwas zu tun. Claudia Müller vom Female Finance Forum, Christine Neder von Lilies diary, Marlis Mirbeth, Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse München und Stefanie Luxat von Ohhh Mhhh – Das Blog-Magazin gaben gute Impulse für alle Anwesenden.

Bloggerin Claudia Müller, Gründerin des Female Finance Forums stellte fest: „Frauen verdienen weniger, sparen weniger und investieren weniger als Männer.“ Sie rief die Zuhörerinnen dazu auf, selbst aktiv zu werden. Aktuell verfügen Frauen beim Renteneintritt im Schnitt nur über 50 Prozent der Einkünfte von Männern. „Die finanzielle Absicherung ist ein Bestandteil der grundlegenden Lebensqualität“, so Müller. Es gehe nicht darum, reich zu werden, sondern darum, dass das Geld im Alter ausreiche. Frauen würden vor allem durch höhere Anteile an Teilzeit, Elternzeit und Pflegezeit weniger verdienen und als Folge weniger sparen und investieren. „Ihr müsst aber investieren, damit es später reicht“, schärfte die Bloggerin den anwesenden Frauen ein.

Frauen haben eine riesige Rentenlücke

Als Expertin war Marlies Mirbeth, Vorstandsmitglied unserer Sparkasse vor Ort und erklärte, dass Altersarmut eine reale Gefahr für Frauen sei. „Frauen haben eine riesige Rentenlücke“, so Mirbeth. Anhand von persönlichen Erfahrungen schilderte sie den Wert des regelmäßigen Sparens. Zudem warnte sie davor, alles allein machen zu wollen. „Vertrauen in die Beratung der Banken und Sparkassen sei wichtig“, sagte sie. Diese sei besser als ihr Ruf. Und am Ende gelte es, ein Produkt zu kaufen. Da gebe es zahlreiche Möglichkeiten, aber letztlich funktioniere die Vorsorge nur, wenn etwa mit einem Fonds, einer Lebensversicherung oder einer Immobilie fürs Alter gespart werde.

Was bin ich wert?

„Ich habe mir von einem Berater meine Rentenlücke genau ausrechnen lassen“, berichtete Stefanie Luxat, Chefredakteurin des Blog-Magazins „OhhhMhhh.de“ auf der Veranstaltung. Dadurch habe sie nicht nur einen Sparplan erstellt, wie sie die Lücke in den Jahren bis zur Rente schließen könne, sondern auch eine sehr gute Vorstellung, was sie mit ihrer journalistischen Tätigkeit verdienen müsse. „Was bin ich wert“, sei die entscheidende Frage, um selbstbewusst zur finanziellen Unabhängigkeit zu gelangen, so Luxat. Sie habe angefangen, mit ihrem Mann ein Haushaltsbuch zu führen, um einen Überblick über die Ausgaben zu bekommen. Nachdem sie ihre Vorsorgelücke kannte und sich mehr über Finanzen informiere, sagt sie: „Ich möchte nie wieder darüber nicht Bescheid wissen.“

Vorsorge muss auch Spaß machen

Wie wichtig es ist, dass die Vorsorge zur Persönlichkeit passe, stellte Reise-Bloggerin Christine Neder in den Vordergrund ihrer Ausführungen. Für sie war es deswegen eindeutig, dass ihr Weg zur Altersvorsorge über Immobilien führen würde. „Was mir prinzipiell hilft, ist einen Plan zu haben. Und das funktioniert bei der Altersvorsorge genauso“, sagte sie bestimmt. Darin versuche sie, möglichst genau Punkte aufzulisten, die sie als nächste Schritte bewältigen müsse, um am Ende zum jeweiligen Ziel zu gelangen.

 

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